Auch Mörder tragen Robe

Auch Mörder tragen RobeAutor Thomas W. Schmidt versprüht weiter im positiven Sinne kriminelle Energie. Nach Der Seebestatter von Brooklyn und Auf nächtlichem Pfad hat er nun mit Auch Mörder tragen Robe seinen mittlerweile dritten, spannungsgeladenen Kriminalroman vorgelegt:

Michael Forster hatte kaum etwas für Kunst übrig, doch eines Tages wurde ihm eine Bildergalerie zum Geschenk gemacht. Die Schenkerin war keine Geringere als Frau Dr. Rottmeier, frühere Fachanwältin für Strafrecht aus München-Schwabing und Tante des Betreffenden. Bei den Bildern handelte es sich um Gemälde Carl Spitzwegs, Vincent van Goghs und Picassos. Zudem existierte auch eine Sammlung bestehend aus Grafiken von Marc Chagall. Der Wertumfang der Gemälde allein betrug schon um die sechs Millionen Euro. Frau Dr. Rottmeier hatte diese Schenkung mit einer Auflage verknüpft. Dem Neffen war es untersagt, auch nur eines der Werke zu veräußern. Geblendet vom Wertumfang spielte dieser mit dem Gedanken, diese Auflage zu umgehen.
Dr. Rottmeier betrieb bislang eine Anwaltskanzlei, gelegen in der Elisabethstraße. Eines Tages ließ sie sich mit ihrem Lebensgefährten Silvio Maron in Pfronten/Allgäu nieder. Dort gedachte die Siebzigjährige, ihren Lebensabend zu verbringen. Die Villa in der Münchner Elisabethstraße blieb zunächst in ihrem Besitz. Das Eingangsportal wurde vorsichtshalber mit der Beschilderung „Verlag von Alois Mittenzwei“ versehen.
Dr. Rottmeier war der Meinung, so könnten Einbrecher abgeschreckt werden. Schließlich lagerten im Gebäude besagte Bilder und Grafiken. Das war noch nicht alles. Zudem existierte noch eine umfangreiche Sammlung Meißner Porzellans und eine alte Bibliothek. Die Werke von Chagall jedenfalls betrachtete Rottmeier als Beiwerk. Aus Unkenntnis? Für Bilder und Grafiken hatte sie nicht einmal eine Versicherung abgeschlossen. Grund war, dass sie auch keinem Versicherungsagenten traute.
Forster wusste, dass er sich in akute Gefahr begeben würde, falls er all die Kunstschätze in seinem Elternhaus an der Waldfriedhofstraße zur Schau stellen würde. Was den Verkauf derartiger „Sonderobjekte“ betraf, fehlte es ihm an Erfahrung. Auch für Auktionen traf dies zu und Gott und alle Welt würde Einblick in die neuen Vermögensverhältnisse der Familie erhalten.
Beliebt bei Antiquitätenmardern war schon immer das abendliche Ausspähen von Wohnungen vor allem bei Gründerzeitbauten mit günstigen Fensterabmessungen. Schließlich ist es eine Marotte vieler Villenbesitzer, eigenen Luxus zur Schau zu stellen. Wertvolle Uhren und Bronzen zieren Kaminsimse und prunkvolle Bilderrahmen Wände – selbst Laien können sich einen Reim darauf machen.
Nach ersten Einbruchwellen schotteten sich vermögende Antik-Sammler aus Furcht vor Repressalien ab und investierten in die eigene Sicherheit. Zum Beispiel wurden Hausfassaden mit Kameras bestückt. Der Münchner Kunstsammler, Albin Hoffart, passionierter Jäger, hatte Fassadenkletterern das Fürchten gelehrt. Er befahl nämlich seinen Bediensteten, diese unter Beschuss zu nehmen, falls sie sich am Gesims des Hauses austurnten. Außerdem hatten sie den Auftrag, aller zwei Stunden in die Luft zu feuern. Die Nachbarn protestierten und erstatteten wegen nächtlicher Ruhestörung Anzeige. Dann schritt die Justiz auch wegen des Verstoßes gegen das Waffenrecht ein.
Bald bedienten sich die Kunstmarder anderer Strategien, um an das Hab und Gut ihrer Opfer zu gelangen.
Michael Forster und Ehefrau Sarah führten eine psychotherapeutische Praxis in der Waldfriedhofstraße. Beide waren über vierzig. Derzeit mangelte es an Patienten. Zudem wurde es immer schwieriger, die Kosten für die Erhaltung des eigenen Grundstücks aufzubringen. Also plante Forster, einen Großteil der Gemälde und Grafiken über einen Strohmann zu verkaufen.

Thomas W. Schmidt
Auch Mörder tragen Robe
ISBN 978-3-939408-49-9
Kriminalroman/Münchenkrimi
244 Seiten
12,99 Euro (DE)/13,40 Euro (AT)
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Stimmen zum Buch

„Dass er sich erneut auf das Krimi-Genre eingelassen hat, liegt sowohl an Schmidts Neugier, den Motiven nachzugehen, die Menschen zu kriminellen Handlungen bringen. „Täterprofile und Psychologie spielen für mich eine große Rolle.“

Auf der anderen Seite weiß er ganz klar: „Der Kriminalroman ist ein beliebtes Genre“, das er zwar nicht revolutionieren, aber innovativ mitgestalten möchte, in dem er Verbrechen wie in „Auch Mörder tragen Robe“ beschreibt. „Mein Bestreben ist es, mich beim Schreiben nicht in abgedroschenen Mustern zu verlieren“, sagt Thomas W. Schmidt.

Literarisch will er den Zeitgeist aufgreifen, wissend dass Stalking ein Thema ist, das viele Menschen betrifft oder zumindest bewegt. Wissend, dass klassische Polizeiarbeit in Zeiten hochorganisierter und vernetzter Verbrecher zunehmend die eigenen Regeln beugen muss, um erfolgreich zu sein. Als versierter Facebook-Nutzer, der viel im sozialen Netzwerk unterwegs ist, ist sich Thomas W. Schmidt im Klaren darüber, „dass es einen Trend zur Selbstjustiz gibt“. Seine Geschichten, sagt er, sollten so wenig wie möglich Fiktives enthalten…“ – Torgauer Zeitung, 25. Januar 2019

Auf nächtlichem Pfad

PfadKeine Frage, nach Der Seebestatter von Brooklyn hat Thomas W. Schmidt  sich mit seinem Auf nächtlichem Pfad nicht nur regional komplett neu orientiert, sondern einen noch packenderen (Alpen-) Krimi vorgelegt:

Sarah Kinski ist auf Bewährung verurteilt. Dennoch wird sie erneut straffällig und stiehlt. Geschädigter ist dieses Mal Felix Kalweit, Münchner Antikhändler und Arbeitgeber. Dieser wahrt Stillschweigen. Als Gegenleistung soll Kinski unter Vorwand in vermögende Haushalte eindringen um diese nach Reichtümern auszubaldowern.

Auch Kalweit ist vorbestraft und außerdem drogenabhängig. Da sich Kinski sträubt, wird Kalweit zum Erpresser. Kinski droht nämlich die Inhaftierung, falls ihre Straftat öffentlich wird. Sie fügt sich und konzentriert sich auf zwei Haushalte, deren Adressen Kalweit vorgibt. Priorität hat das Anwesen Josepha Schrettingers im Tiroler Tannheim. Dort wird Kinski mittels Au-pair-Vertrag eingeschleust.

Auch Schrettinger ist von allen Hunden gehetzt und noch dazu auf dem Gebiet der Hellseherei tätig. Kinski gelingt es trotzdem, Fuß zu fassen und Kalweit wichtige Infos zu liefern. Dann plagt sie das schlechte Gewissen und steigt aus. Von da an ist ihr Leben keinen Pfifferling mehr wert …

Leseprobe Auf nächtlichem Pfad

 

Thomas W. Schmidt
Auf nächtlichem Pfad
ISBN 978-3-939408-37-6
Kriminalroman/Alpenkrimi
152  Seiten
11,99 Euro
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Stimmen zum Buch

„Die Tatorte des Regiokrimis von Thomas Schmidts liegen in Tirol, in München und im Allgäu. Der illegale Antiquitätenhandel und die Umtriebe der Antiquitätenmafia liefern den spannenden Stoff..“ Connektar

Der Seebestatter von Brooklyn

SeebestatterKeine Frage, Der Seebestatter von Brooklyn von Thomas W. Schmidt  hat alles, was einen packenden Kriminalroman ausmacht:

New York – Sophia Stone, die charismatische Firmeninhaberin von Stone-Antiquitäten wird tot aufgefunden, und zwar eher zufällig beim Angeln im East River. Am Körper der Leiche findet man ein Bekennerschreiben. Laut Inhalt handelt es sich dabei um einen Mord mit islamistischem Hintergrund.

Die Täter unternehmen alles, um dies als Tatbestand zu deklarieren und gegenüber der Bevölkerung öffentlich zu machen. Handelt es sich wirklich um eine islamistisch motivierte Tat oder wollen die Mörder nur vom eigentlichen Motiv ablenken?

Dann geschehen weitere Morde im Charakter einer Hinrichtung. Auch hier tauchen ähnliche Bekennerschreiben auf. Die Zweifel an einem religiös motivierten Hintergrund schwinden.

Die Ermittler haben jedoch allen Grund, die genauen Umstände der Morde sowie die Inhalte der Bekennerschreiben intern zu behandeln, um den Frieden zwischen den New Yorker #Muslimen und der einheimischen Bevölkerung zu bewahren.

Undercover-Ermittler Amin Antun ist selbst Muslime. Gemeinsam mit Anthony Brown, einem ehemaligen Polizisten, der ebenfalls verdeckt ermittelt, nimmt er sich der dubiosen Fälle, die irgendwie zusammen zu hängen scheinen, an. Er verwahrt sich mit Nachdruck dagegen, dass seine Glaubensbrüder belastet werden sollen …

Leseprobe Der Seebestatter von Brooklyn

 

Thomas W. Schmidt
Der Seebestatter von Brooklyn
ISBN 978-3-939408-33-8
Kriminalroman
176  Seiten
11,99 Euro
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Stimmen zum Buch

„…packender Krimi über New Yorks mörderische Seiten“Mortimer Reisemagazin

„Interessante Charaktere, spannende Wendungen und ein guter Schuss „crime noir“ mit einem taffen, aber hinreichend interessant angekratzten Helden machen den „Seebestatter von Brooklyn“ zu einem Krimivergnügen. Die sprachliche Ausdrucksweise des Autors konnte uns an wenigen Stellen nicht ganz überzeugen. Wer Retro-Krimis liebt, so zum Beispiel Kojak oder Jerry Cotton, wird begeistert sein.“Winfried Brumma, Pressenet 

Pottpoesie

Pottpoesie_Umschlag.inddWas verbindet Nina Anin, Andre Kalwitzki, Jasmin Sell, Tobias Heimann, Tobias Reinartz, Ilja Budinzkij, Anna Bahrke, Felix Bartsch, Nele Ahrling, Sarah Marie Latza, Ann Kathrin Gebhardt und Dea Sinik? Sie alle scheuen nicht die Bühne. Sie alle scheuen nicht, ihre Gedanken vor einem Publikum zu artikulieren. Sie alle sind Teil einer jungen, kreativen Szene. Sie alle sind so genannte Poetry Sammer und sie alle haben sich ihre ureigenen Gedanken zum Thema „Heimat“ gemacht. Mit unterschiedlichen Erzählformen und ganz unterschiedlicher Ausrichtung nehmen sie sich dieses Thema mal ernst, mal augenzwinkernd, mal bittersüß an. Üblicherweise präsentieren die zwölf Autoren ihre literarischen Ergüsse beim Poetry Slam auf einer Bühne live vor einem Publikum. Nun haben sie mit Dea Sinik als Herausgeberin an der Spitze eine neue Präsentationsform gefunden. Unter dem Titel „Pottpoesie“ (ISBN: 978-3-939408-24-6) beleuchten die zwölf talentierten Autoren in insgesamt 20 unterschiedlich langen Beiträgen in einem 100-seitigen Buch aus dem Westflügel Verlag den Begriff „Heimat“ aus ganz unterschiedlichen, ganz persönlichen Blickwinkeln.

Nina Anin erzählt von der Flucht aus dem Nahen Osten und der damit verbundenen emotionalen Achterbahnfahrt; Andre Kalwitzki unternimmt eine Reise in die Vergangenheit und die alte Heimat im Norden Deutschlands inklusive Begegnung mit einer erloschenen Liebe; Jasmin Sell lässt den Leser an der wohltuenden Wirkung des eigenen Umfeldes nach einer gescheiterten Beziehung teilhaben, während Tobias Heimann nicht nur seinen eigenen Wandel dokumentiert, sondern auch herausarbeitet, was ihn an seine Heimat Bochum bindet. Derweil sinniert Herausgeberin Dea Sinik über das Auseinanderbrechen einer Beziehung nach.

Tobias Reinartz verdeutlicht, warum für ihn Heimat nicht an einen festen Ort gebunden ist und verrät die absolute, ungeschönte, wenn auch augenzwinkernde Wahrheit über das Leben als Landei am Niederrhein. Unterdessen blickt Ilja Budinzkij mit einem gehörigen Schuss Selbstironie auf seine Kindheit und Jugend in der Ukraine zurück und Anna Bahrke philosophiert über das Innenleben eines Hauses, während Felix Bartsch zum Saubermachen genötigt wird und dabei ganz abgefahrene Abenteuer unterm Dach erlebt.

Bizarr, erotisch angehaucht und überaus amüsant sind die Erlebnisse von Nele Ahrling bei einer Weihnachtsmesse in einem Eifel-Dörfchen. Sarah Marie Latza sinniert über den Weg zu sich selbst nach und Ann Kathrin Gebhardt verarbeitet auf ihre Art den Abschied von einer Liebschaft.

Insgesamt hat Herausgeberin Dea Sinik 20 ebenso abwechselungsreiche wie unterhaltsame Beiträge zusammengetragen. 20 Beiträge, die das große Können junger Kreativer untermauern, und mal zum Nachdenken, mal zu Lachen anregen.

Pottpoesie
Dea Sinik (Herausgeberin)
100 Seiten
ISBN 978-3-939408-24-6
9,99 €
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