Das Geheimnis der Vogelperspektive

Mit spitzer Feder, aber nie ohne kritische Sympathie, entwirft Mathias Knoll in „Das Geheimnis der Vogelperspektive“ faszinierende Reiseskizzen, deren Blickwinkel immer wieder überraschen. Die minutiöse Beobachtung lässt spielerisch den Gedanken des Autors folgen und dieser geleitet den Leser mit seinen unterhaltsamen Kurzgeschichten in fremde Länder. Eine Kunst, die fraglos nicht viele Autoren beherrschen. Und so bilden die spanische Region Andalusien, Marokko, das italienische Siena, die Nordseeinsel Norderney und die Baleareninsel Mallorca Stationen einer fraglos begeisternden literarischen Rundreise aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel.

 

Mathias Knoll
Das Geheimnis der Vogelperspektive
ISBN 978-3-939408-67-3
Reiseerzählungen
164 Seiten
14,99 Euro (Österreich 15,50 Euro)
bestellen

Teuflisch hohe Absätze

Teuflisch hohe AbsätzeTeuflisch gut und teuflisch spannend ist Mathias Knolls Krimi Teuflisch hohe Absätze. 366 Seiten Spannung pur, 366 Seiten Liebesdrama, 366 Seiten mit einem von einer schweren Krankheit gezeichneten Protagonisten. Aber auch 366 Seiten, bei denen der Fokus auf dem Tod von Eura gerichtet wird. Wobei bis zum Schluss darüber gerätselt werden darf, ob es Mord, Totschlag oder gar Suizid gewesen sein mag. Ein sprachgewaltiger Roman, der ebenso ergreifend wie fesselnd und unterhaltend ist. Sex and Crime sind der rote Faden durch die Erzählung um die schicksalhafte Beziehung zwischen Orf und Eura.

„Wir konnten uns genüsslich hassen, und das erregte uns so sehr bis zum Rande der Bewusstlosigkeit“, konstantierte Orf, der nach einem Schlaganfall gleichermaßen mit dem Leben und nach Worten ringt. Während Orf seine Gedankenwelt zu sortieren versucht, ist die Polizei bemüht, Licht in das Dunkel dieses Beziehungsdramas zu bringen. Dabei ist man hin und hergerissen, ob man mit dem Protagonisten Mitleid verspüren sollte: Orf verlor nach dem Schlaganfall den Boden unter den Füßen und flog dahin wie auf einem bunten Teppich. Der Defibrillator war seine letzte Rettung. Gelähmt lag er im Krankenhaus und sah sein Leben wie durch ein Kaleidoskop. Er hatte seinen sprachlichen Zugriff auf sein Dasein verloren. Er war aus seiner Geschichte gefallen. Seine linke Gehirnhälfte war zwar einer Ruine, aber doch bewohnbar.

Seine Gedankenwelt dreht sich immer und immer wieder um Eura, die sein Leben in mannigfaltiger Art und Weise veränderte und durcheinandergebracht hatte. Drei Worte konnten in dieser schicksalshaften Beziehung eine heillose Verwirrung anrichten. Wer konnte wissen, dass die Unversöhnlichkeit zu ihrer Leidenschaft gehört? Eine betrogene Ehefrau und ein gehörnter Ehemann waren auch ein Paar! Oder, wie es Orf ausdrückt: „Ich versteckte mich hinter meiner Vernunft und wusste, der Zufall war nur ein Würfelbecher: Es kam nur darauf an, wer ihn in der Hand hielt…“

Mathias Knoll
Teuflisch hohe Absätze
ISBN 978-3-939408-66-6
Krimi
366 Seiten
17,99 Euro
bestellen

Die (verrückteste) Kreuzfahrt meines Lebens

Markus AlferiDurchschnittstyp Sven möchte dem Alltagstrott entfliehen und tritt eine einwöchige Kreuzfahrt durch die Karibik an. Zunächst ist er ein distanzierter Betrachter der fremden Kulturen und der skurrilen Eigenarten der westlichen Touristen. Doch bald wird er vor eine Entscheidung gestellt, die sein bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Auf einer Reihe verrückter und gefährlicher Abenteuer an exotischen Orten jagt Sven nicht nur einen Mafiaboss, er verliebt sich auch in die schönste Frau auf dem Schiff, wird Zeuge absurder Sexszenen und erhält unerwartet Hilfe von Mel Gibson.

Markus Alferi
Die (verrückteste) Kreuzfahrt meines Lebens
ISBN 978-3-939408-61-1
Kreuzfahrtkrimi
172 Seiten
13,99 Euro/14,20 Euro (AT)
bestellen 

Auch Mörder tragen Robe

Auch Mörder tragen RobeAutor Thomas W. Schmidt versprüht weiter im positiven Sinne kriminelle Energie. Nach Der Seebestatter von Brooklyn und Auf nächtlichem Pfad hat er nun mit Auch Mörder tragen Robe seinen mittlerweile dritten, spannungsgeladenen Kriminalroman vorgelegt:

Michael Forster hatte kaum etwas für Kunst übrig, doch eines Tages wurde ihm eine Bildergalerie zum Geschenk gemacht. Die Schenkerin war keine Geringere als Frau Dr. Rottmeier, frühere Fachanwältin für Strafrecht aus München-Schwabing und Tante des Betreffenden. Bei den Bildern handelte es sich um Gemälde Carl Spitzwegs, Vincent van Goghs und Picassos. Zudem existierte auch eine Sammlung bestehend aus Grafiken von Marc Chagall. Der Wertumfang der Gemälde allein betrug schon um die sechs Millionen Euro. Frau Dr. Rottmeier hatte diese Schenkung mit einer Auflage verknüpft. Dem Neffen war es untersagt, auch nur eines der Werke zu veräußern. Geblendet vom Wertumfang spielte dieser mit dem Gedanken, diese Auflage zu umgehen.
Dr. Rottmeier betrieb bislang eine Anwaltskanzlei, gelegen in der Elisabethstraße. Eines Tages ließ sie sich mit ihrem Lebensgefährten Silvio Maron in Pfronten/Allgäu nieder. Dort gedachte die Siebzigjährige, ihren Lebensabend zu verbringen. Die Villa in der Münchner Elisabethstraße blieb zunächst in ihrem Besitz. Das Eingangsportal wurde vorsichtshalber mit der Beschilderung „Verlag von Alois Mittenzwei“ versehen.
Dr. Rottmeier war der Meinung, so könnten Einbrecher abgeschreckt werden. Schließlich lagerten im Gebäude besagte Bilder und Grafiken. Das war noch nicht alles. Zudem existierte noch eine umfangreiche Sammlung Meißner Porzellans und eine alte Bibliothek. Die Werke von Chagall jedenfalls betrachtete Rottmeier als Beiwerk. Aus Unkenntnis? Für Bilder und Grafiken hatte sie nicht einmal eine Versicherung abgeschlossen. Grund war, dass sie auch keinem Versicherungsagenten traute.
Forster wusste, dass er sich in akute Gefahr begeben würde, falls er all die Kunstschätze in seinem Elternhaus an der Waldfriedhofstraße zur Schau stellen würde. Was den Verkauf derartiger „Sonderobjekte“ betraf, fehlte es ihm an Erfahrung. Auch für Auktionen traf dies zu und Gott und alle Welt würde Einblick in die neuen Vermögensverhältnisse der Familie erhalten.
Beliebt bei Antiquitätenmardern war schon immer das abendliche Ausspähen von Wohnungen vor allem bei Gründerzeitbauten mit günstigen Fensterabmessungen. Schließlich ist es eine Marotte vieler Villenbesitzer, eigenen Luxus zur Schau zu stellen. Wertvolle Uhren und Bronzen zieren Kaminsimse und prunkvolle Bilderrahmen Wände – selbst Laien können sich einen Reim darauf machen.
Nach ersten Einbruchwellen schotteten sich vermögende Antik-Sammler aus Furcht vor Repressalien ab und investierten in die eigene Sicherheit. Zum Beispiel wurden Hausfassaden mit Kameras bestückt. Der Münchner Kunstsammler, Albin Hoffart, passionierter Jäger, hatte Fassadenkletterern das Fürchten gelehrt. Er befahl nämlich seinen Bediensteten, diese unter Beschuss zu nehmen, falls sie sich am Gesims des Hauses austurnten. Außerdem hatten sie den Auftrag, aller zwei Stunden in die Luft zu feuern. Die Nachbarn protestierten und erstatteten wegen nächtlicher Ruhestörung Anzeige. Dann schritt die Justiz auch wegen des Verstoßes gegen das Waffenrecht ein.
Bald bedienten sich die Kunstmarder anderer Strategien, um an das Hab und Gut ihrer Opfer zu gelangen.
Michael Forster und Ehefrau Sarah führten eine psychotherapeutische Praxis in der Waldfriedhofstraße. Beide waren über vierzig. Derzeit mangelte es an Patienten. Zudem wurde es immer schwieriger, die Kosten für die Erhaltung des eigenen Grundstücks aufzubringen. Also plante Forster, einen Großteil der Gemälde und Grafiken über einen Strohmann zu verkaufen.

Thomas W. Schmidt
Auch Mörder tragen Robe
ISBN 978-3-939408-49-9
Kriminalroman/Münchenkrimi
244 Seiten
12,99 Euro (DE)/13,40 Euro (AT)
Bestellen 

 

Stimmen zum Buch

„Dass er sich erneut auf das Krimi-Genre eingelassen hat, liegt sowohl an Schmidts Neugier, den Motiven nachzugehen, die Menschen zu kriminellen Handlungen bringen. „Täterprofile und Psychologie spielen für mich eine große Rolle.“

Auf der anderen Seite weiß er ganz klar: „Der Kriminalroman ist ein beliebtes Genre“, das er zwar nicht revolutionieren, aber innovativ mitgestalten möchte, in dem er Verbrechen wie in „Auch Mörder tragen Robe“ beschreibt. „Mein Bestreben ist es, mich beim Schreiben nicht in abgedroschenen Mustern zu verlieren“, sagt Thomas W. Schmidt.

Literarisch will er den Zeitgeist aufgreifen, wissend dass Stalking ein Thema ist, das viele Menschen betrifft oder zumindest bewegt. Wissend, dass klassische Polizeiarbeit in Zeiten hochorganisierter und vernetzter Verbrecher zunehmend die eigenen Regeln beugen muss, um erfolgreich zu sein. Als versierter Facebook-Nutzer, der viel im sozialen Netzwerk unterwegs ist, ist sich Thomas W. Schmidt im Klaren darüber, „dass es einen Trend zur Selbstjustiz gibt“. Seine Geschichten, sagt er, sollten so wenig wie möglich Fiktives enthalten…“ – Torgauer Zeitung, 25. Januar 2019

1 2