Nordirland Reisehandbuch
Ein Fremder ist ein Freund, dem man bisher noch nicht begegnet ist, lehrt der irische Volksmund. Tatsächlich ist dies kein bloßes Lippenbekenntnis. Wer durch den Norden der Grüne Insel reist, wer durch die ausgedehnten Moorlandschaften wandert, wer auf den Spuren der Kelten versucht, das reiche kulturelle Erbe der Insel, das von weit mehr als 9.000 Jahren der Besiedlung zeugt, kennen zu lernen oder einfach bei einem Pint in einem der urgemütlichen Pubs Entspannung sucht, wird schnell feststellen, dass dies keine leeren Worte sind. Im Gegenteil, die Iren sind für ihre Aufgeschlossenheit und ihre Kontaktfreudigkeit bekannt.
Über viele Jahrzehnte galt Nordirland als ein touristisches Niemandsland, als ein Zentrum des Schreckens und der Angst. Statt der Besucher aus aller Herren Länder bestimmten gepanzerte Fahrzeuge, Straßensperren und uniformierte Sicherheitskräfte das Straßenbild.
Dies alles gehört längst der Vergangenheit an. Seit dem Waffenstillstand im Jahre 1994, mehr noch seit dem Karfreitags-Abkommen von 1998 ist Belfasts Innenstadt zum Inbegriff kommunalen Wohlstands geworden. In den großen Städten herrscht heute ein geschäftiges Treiben, das man sich während der Troubles nie hätte vorstellen können.
Die dünn besiedelte Nordteil der Insel im Westen Europas hat aber noch andere Pfunde, mit denen er wuchern kann: eine schier nie enden wollende Zahl an Mythen und Legenden. Hinzu kommen ebenso abwechslungsreiche wie grandiose Landschaften, die in mehr als 40 verschiedene Schattierungen von Grün getaucht sind, und ein Klima, das ganz wesentlich von den Ausläufern des warmen Golfstroms geprägt wird. .
Fest steht, Nordirland ist längst mehr als ein offener Geheimtipp, ein Land, in dem es viel zu entdecken und zu erleben gibt und das ganz sicher einen Besuch wert ist.
Ulrike Katrin-Peters, Karsten-Thilo Raab
Nordirland Reisehandbuch
ISBN 978-3-939408-55-0
Reisehandbuch
156 Seiten
11,90 Euro
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„Dieses Lesebuch mach Lust aufs Reiseland Nordirland. Informativ und unterhaltsam, mit der nötigen Portion Zahlen, Daten und Fakten und wohldosierten Geschichten, Legenden und Randnotizen zum Schmunzeln….“ – Sonntag aktuell 17. Februar 2019


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Briten sind ein interessantes Volk – irgendwo zwischen Gentleman und Hooligan. Sie essen frittierte Mars-Riegel, schütten literweise lauwarmes Bier in sich hinein, und haben als Heimat der legendären Wissens- und Kaderschmieden von Oxford und Cambridge einen speziellen Faible für wissenschaftliche Erkenntnisse – aber auch für kuriose Studien und Fragestellungen. Was wiederum zu jeder Menge Erkenntnissen führt, die eigentlich niemand braucht. Etwa, dass Engelstatuten eigentlich Fehlkonstruktionen sind, da die Himmelswesen, so wie sie gebaut sind, gar nicht fliegen können, dass britische Männer nur drei Unterhosen während eines siebentägigen Urlaubs benötigen oder dass 33 Prozent der britischen Grundschüler glauben, Nudeln stammen von Tieren. Nicht wirklich überraschend ist die Tatsache, dass Leinwandheld James Bond ob seines Lebensstils nicht nur zeugungsunfähig sein, sondern auch an Leberzirrhose leiden müsste.