Kos Reisehandbuch
Als der liebe Gott dereinst mehrere Klümpchen Erde im Mittelmeer versenkte, aus denen Inseln entstanden, meinte er es besonders gut mit der Inselwelt der Hellenen. Sonne, Sand und herrliche Badetemperaturen lassen die griechischen Inseln zu einem Paradies für alle Sonnenanbeter, Feierlustigen, Sandburgenbauern und Familien avancieren. Eines dieser Inselparadiese inmitten der Ägäis ist Kos, die Insel des Hippokrates. Der Urvater der modernen Medizin lebte hier vor rund 2.500 Jahren und errichtete auf dem Island eine antike Bäderklinik, wo er die geschundenen Knochen mancher hellenischer Kriegshelden kurierte. Noch heute stehen die Mediziner weltweit in der Tradition des Hippokrates, dessen Eid sie ablegen, während die Koer das Gedenken an den berühmtesten Sohn auf mannigfaltige Art und Weise aufrecht erhalten. Da ist zum einen das Heiligtum Asklepíon als größter Besuchermagnet der Insel, da ist zum anderen die Platane in Kos-Stadt, die Hippokrates angeblich selber gepflanzt hat und unter der er zu sitzen pflegte. Und natürlich sind an jeder Ecke Hippokrates-Devotionalien käuflich zu erwerben. Zum Verkaufsschlager avancieren neben Büsten mit dem Kopf des Gelehrten vor allem Nachdrucke seines Eides, der noch heute den Ehrenkodex für die Ärzte weltweit beschreibt.
Aber das vor allem im Landesinneren überraschend grüne Kos, das von Karsten-Thilo Raab und Ulrike Katrin Peters kenntnisreich porträtiert wird, hat noch weit mehr zu bieten. Gut 60 Prozent der 112 Kilometer langen Küstenlinie nehmen Strände und Badebuchten ein. Am Fuße des Dikéos Massives warten Dörfer, die ihre Ursprünglichkeit bewahren konnten, darauf entdeckt zu werden. Kultur- und Geschichtsbeflissene kommen an den zahlreichen antiken Ausgrabungsstätten auf ihre Kosten und Kos-Stadt präsentiert sich als lebendiges Zentrum der Insel – blitzsauber und mit zahlreichen Prachtbauten sowie historischen Stätten gesegnet. Hinzu kommen Zeugnisse aus der langen bewegten Geschichte der Insel. Aus der Zeit römischer oder türkischer Herrschaft, mittelalterliche Bauwerke und modernes Design. Kurzum, Kos ist eine Insel, auf der sich auf Schritt und Tritt das Gestern, Heute und Morgen einträchtig nebeneinander hautnah erleben lässt. Eine Insel voller Geschichte und Geschichten, aber auch voller Erholungsmöglichkeiten und mit einer Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Kein Wunder als, dass Kos zu den beliebtesten Ferienparadiesen in der Ägäis gehört. Besondere Kennzeichen: Blaue Himmel, blaues Meer und eine große Gastfreundschaft.
Kos Reisehandbuch
Karsten-Thilo Raab, Ulrike Katrin Peters
92 Seiten
ISBN 978-3-939408-09-3
Preis: 12,90 €
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Berge und Berge an Geld werden automatisch mit dem Fürstentum Liechtenstein in Verbindung gebracht. Der Ministaat in den Alpen gilt als eines der großen europäischen Steuerparadiese. Doch auch abseits der diskreten Geldgeschäfte weiß das viertkleinste Land des Kontinents die Besucher in seinen Bann zu ziehen. Dabei sollten Gäste des „Ländles“, wie die Liechtensteiner ihre Heimat nennen, auf keinen Fall vergessen, die Wanderschuhe einzupacken. Auch sollte das Gepäck genügend Raum bieten, um den Liechtensteiner Wein und die fürstlichen Schokomützen neben vielen schöne Erinnerungen als geschmackliche Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.
Andere Länder, andere Sitten. Ein Ausspruch, der besonders auf ein ehemaliges Empire am Westrand Europas, wo schwarze Taxis, rote Telefonzellen und Doppeldeckbusse zum Erscheinungsbild gehören, gemünzt scheint. Ein Land, in dem die Ehrengarde der Königin selbst bei mehr als 40 Grad im Schatten mit Bärenfellmützen rum läuft, scheint nichts, aber auch gar nichts unmöglich. Dies bestätigt auch ein Blick auf die Vielzahl an kuriosen Wettbewerben, die längst einen festen Bestandteil im bunten Veranstaltungsreigen des Vereinigten Königreichs bilden. Da werden brennende Holzfässer geschultert und stundenlang durch die Straßen getragen, da wird mit Wein- und Bierfässern Fußball gespielt oder sich um die Wette vor das Schienenbein getreten. „Je skurriler, je britischer“ scheint die Devise. Oder warum sollten Menschen freiwillig einen extrem steilen Berg hinunter rennen und versuchen, einen Käse einzuholen? Warum schnorcheln Freiwillige im Moor um die Wette oder messen sich beim Marathonlauf Mann gegen Pferd?
„The best things in life are free“ – so auch in der britischen Metropole und Hauptstadt London. Natürlich lauern auch an der Themse profitgierige Geschäftsleute darauf, den Touristen das Geld förmlich aus der Tasche zu ziehen. Doch gerade auch diejenigen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind oder dem teuren Nepp widerstehen können, kommen in good-old London voll auf ihre Kosten. Viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sind umsonst. Dies bedeutet keinesfalls, dass diese schlechter oder weniger interessant sind als ein verhältnismäßig teurer Besuch bei Madame Tussaud’s oder im Tower. Vielmehr liegt Denkmälern, Monumenten und Museen häufig eine andere Geschäftspolitik zugrunde. Der Eintritt ist zwar frei, doch werden die Besucher am Ausgang gebeten, sofern sie Gefallen an dem Gezeigten gefunden haben, einen Obolus in beliebiger Höhe zu entrichten. Mit Hilfe dieser Spendengelder werden seit Jahrzehnten ganze Ausstellungen in London finanziert, Museen unterhalten, historische Gebäude renoviert.